Auswahl transparent erklärt
Wie Radarium aus dem Monatsbestand Social-Sets vorschlägt
Das Handbuch beschreibt die Auswahl in Redaktionssprache. Es ersetzt keine Datenprüfung: Freigabe, Ausschluss und Notizen bleiben redaktionelle Entscheidungen.
1. Ausgangspunkt
Radarium zeigt nicht das ganze Internet, sondern den publizierten Monatsbestand aus dem Franken-Event-Scanner. Vorher wurden die Events gesammelt, normalisiert, dedupliziert, auf das VGN-Gebiet geprüft und angereichert.
Events mit klaren Ausschlussgründen, zum Beispiel nicht öffentlich oder nur für Erwachsene, werden in den Social-Sets nicht bevorzugt. Unklare Daten bleiben sichtbar, damit die Redaktion sie prüfen kann.
2. Themen-Rezepte
Ein Themen-Rezept beschreibt, was zusammengehört: zum Beispiel Kirchweihen, Open-Air-Konzerte, Burgen, Familienangebote oder Museen. Das Rezept sucht nach passenden Begriffen in Titel und Beschreibung und nutzt zusätzlich die semantische Einordnung des Scanners.
In der Oberfläche steht bei jedem Set, welche Begriffe oder Kategorien den Vorschlag ausgelöst haben. Das ist der erste Hinweis darauf, warum ein Event in einem Set gelandet ist.
3. Reihenfolge und Hook
Für Instagram ist der Hook das wichtigste Event im Set. Radarium bevorzugt dafür Events mit Bild, klarem Termin, belastbarem Ort, gutem ÖPNV-Hinweis und hoher erwarteter öffentlicher Relevanz.
Alternativen werden nicht nur nach Stärke sortiert. Sie sollen thematisch anschließen, aber nicht dieselbe Geschichte doppeln. Deshalb kann ein kleineres Event im Set bleiben, wenn es eine bessere redaktionelle Ergänzung ist.
4. Social-Score
Die Sortierung "Social-Score" nutzt das vorhandene Sortiersignal aus der Scanner-Pipeline. Es ist ein redaktioneller Vorschlagswert, keine finale Bewertung.
In den Wert fließen unter anderem Breitenwirkung, Planungswert, lokale Relevanz, Eigenständigkeit, Erlebniswert, Zielgruppen-Fit, Bildstatus, Kartenstatus und ÖPNV-Hinweis ein. Fehlendes Bild oder ungeklärter Ort können den Wert senken.
Der Score ist in der Eventliste als Badge sichtbar. Er hilft beim Durchsehen großer Monatsbestände, ersetzt aber nicht die redaktionelle Entscheidung.
5. Was die Badges bedeuten
- Bild fehlt
- Das Event kann fachlich passen, braucht aber vor Veröffentlichung ein Motiv oder Ersatzbild.
- ÖPNV ✓
- Radarium hat einen belastbaren Haltestellenhinweis. Der Tooltip zeigt, welche Haltestelle erkannt wurde.
- Karte ✓
- Der Ort ist genau genug, um ihn auf einer Karte oder in weiteren Prüfungen zu verwenden.
- in weiteren Sets
- Das Event passt auch zu anderen Themen. Die Redaktion kann entscheiden, wo es am stärksten ist.
- Social-Score
- Sortiersignal für Social-Eignung. Höher bedeutet: vom Scanner stärker als redaktioneller Kandidat eingeschätzt.
6. Redaktioneller Ablauf
- Monat öffnen und zuerst die Sets im Status "Zu sichten" prüfen.
- Beim Hook auf Bild, Datum, Ort, Quelle und die Auswahl-Erklärung achten.
- Unpassende oder schwache Sets ausschließen, gute Sets freigeben.
- Bei Bedarf Events tauschen, entfernen oder aus dem Monatsbestand ergänzen.
- Erst nach der Freigabe das Briefing exportieren. Der Export enthält nur freigegebene Sets.
7. Grenzen
Radarium ist ein Vorschlagswerkzeug. Die Auswahl ist erklärbar, aber nicht automatisch richtig. Besonders bei fehlenden Bildern, schwachen Ortsdaten, Mehrfachterminen und ungewöhnlichen Quellen sollte die Redaktion die Originalquelle öffnen.